Veranstaltungen von und mit KlimaKonform

Workshops: Hitzeanpassung in Schulgebäuden

Im Rahmen zweier Fachworkshops am 22. September 2025 im Stadtforum Dresden und am 26. November 2025 online wurden Erkenntnisse aus der Untersuchung zur sommerlichen Hitzebelastung in sieben verschiedenen Schulgebäuden in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vorgestellt und mit Vertreter:innen aus Verwaltung, Schulen und Wissenschaft Empfehlungen zur Anpassung hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzbarkeit diskutiert. Im Austausch bestätigten die Teilnehmenden die wachsende Belastung durch Hitze in Schulgebäuden, insbesondere infolge unzureichender Verschattung, begrenzter Lüftungsmöglichkeiten, und voll ausgelasteter Raumkapazitäten.

Es wurde deutlich, dass isolierte Einzelmaßnahmen, wie etwa rein verhaltensbezogene Anpassungen von Fensterlüftungsverhalten, nicht ausreichen. Empfohlen wird stattdessen ein integrierter, aufeinander abgestimmter Maßnahmenmix, der einen Vierklang aus baulichen, verhaltensbezogenen, schulorganisatorischen und strukturellen Ansätzen umfasst. Im Rahmen der Diskussion zeigte sich aber auch, dass wirksame Maßnahmen häufig im Spannungsfeld zu baulichen Vorgaben (zum Beispiel Denkmalschutz, mangelnde Finanzierung, rechtliche Fragen) und organisatorischen Rahmenbedingungen stehen.

Ein außenliegender Sonnenschutz ist zwar die effektivste technische Maßnahme, jedoch aus Denkmalschutzgründen nicht überall installierbar und in der Regel recht windanfällig. Alternativen wie hochreflektierende Sonnenschutzfolien oder Sonnenschutzverglasungen werden als relevante Ergänzungen angesehen. Sie stellen jedoch keine ebenbürtigen Alternativen zum außenliegenden Sonnenschutz dar da sie auch im Winter weniger Sonnenstrahlen in die Klassenräume lassen und entsprechend einen höheren Heizenergiebedarf mit sich bringen. In Anlehnung an Schulen in Südfrankreich wurde die Installation von Deckenventilatoren von den Teilnehmenden als geeignete Maßnahme angesehen.

Zur Verringerung des CO₂-Gehalts und Erhaltung einer angemessenen Luftqualität ist regelmäßiges Lüften auch bei Hitze unvermeidbar. Die Lüftung zu Zeiträumen in denen die Außentemperatur noch kühler ist als die Raumtemperatur stellt eine nichtinvestive organisatorische Maßnahme dar. Hierbei ist allerdings eine regelmäßige Schulung bzw. Sensibilisierung des Personals zu richtigem Lüftungsverhalten bzw. der Bedienung der Lüftungsanlage (sofern vorhanden) erforderlich. Dies kann beispielsweise im Rahmen von saisonaler Bewusstseinsbildung oder über Handreichungen für Lehrkräfte, Hausmeister:innen und Schulleitungen erfolgen.

Hinsichtlich der Kommunikation der Forschungsergebnisse wurden im Rahmen des einzubindenden Akteurskreises insbesondere die Sachkostenträger der Schulen (Schulträger) zur Priorisierung der Maßnahmen sowie die Schulämter und die übergeordnete Bildungspolitik zur Bereitstellung ausreichender finanzieller Mittel benannt. Für den schulischen Alltag wurden Schulleitungen, Lehrkräfte, Hausmeister:innen aber auch Schüler:innen selbst als Schlüsselakteure identifiziert, die verhaltensbezogene Hitzeschutzmaßnahmen umsetzen und im Kollegium kommunizieren. Zudem wurde die Einrichtung von Hitzeschutz- oder Klimateams an Schulen diskutiert, um Zuständigkeiten zu bündeln und Maßnahmen dauerhaft zu verankern. Durch die damit einhergehende Institutionalisierung wären Maßnahmen zukünftig nicht mehr vom Engagement einer ehrenamtlich aktiven Kümmererperson aus dem Kollegium abhängig. Auch die Erstellung von einrichtungsbezogenen Hitzeaktionsplänen oder ein Überdenken der Ferienzeiträume wurde angesprochen.

Auf Grundlage der Forschungsergebnisse sowie der Diskussionen und Rückmeldungen aus beiden Veranstaltungen werden derzeit akteursspezifische Handlungsempfehlungen in Form kompakter Steckbriefe entwickelt. Diese richten sich differenziert an Schulträger, Schulämter, pädagogisches Personal sowie Schülerinnen und Schüler. Die Steckbriefe werden Anfang 2026 zur Verfügung stehen – sowohl mit Blick auf die untersuchten Schulen als auch allgemein zur Hitzevulnerabilität und zu geeigneten Anpassungsmaßnahmen je nach Gebäudetyp. Zusätzlich ist geplant, den Wissenstransfer über weitere öffentliche Veranstaltungen und im gemeinsamen Austausch mit den Zielgruppen auszuweiten.

 

Workshop zur visionären Gestaltung eines „Klimaparkplatzes“ in Zeitz

Wann: Freitag, 15. November 2024
Wo: Zeitz, Gewandhaus

Am 15. November 2024 haben sich unter der Leitung von Dr. Christoph Schünemann (IÖR) Mitarbeiter:innen aus dem Projekt KlimaKonform und Vertreter:innen der Stadt Zeitz im Gewandhaus (Zeitz) zu einem Workshop getroffen, um in konzeptueller Weise, Möglichkeiten zur klimagerechten Gestaltung einer momentan als Parkplatz genutzten Fläche an der Stephanstraße in Zeitz zu besprechen. Hauptaugenmerk der Umgestaltung liegt dabei auf Kriterien der Klimaanpassung, wobei auch zukünftig die primäre Nutzung als Parkplatz bzw. touristische Nutzungsmöglichkeiten im Fokus stehen.

Bericht zum Workshop siehe Publikationen → Link

Workshop zum Thema Starkniederschläge und Hochwasser

Wann: Donnerstag, 8. Juni 2023
Wo: Bad Köstritz, Rathaus, Palaissaal, Heinrich-Schütz-Str. 4
Vortragsprogramm:

  • Entwicklung des Starkniederschlages im KlimaKonform Untersuchungsgebiet, Dr. Philipp Körner (iamk GmbH)
  • Maßnahmen der Stadt Gera nach regionalen Sturzflutereignissen, Sven Gruner und Holger Steinbach (Untere Wasser- und Bodenschutzbehörde, Gera)
  • Erstellung von Starkregengenhinweiskarten, Lukas Wimmer (Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
  • Umsetzung der europäischen Hochwasserrisikomanagementrichtlinie am Beispiel des Oberlaufes der Weißen Elster in Sachsen, Norbert Prange, (LTV Sachsen)
  • Wie entwickeln sich Hochwasser an der Weißen Elster in der Zukunft?, Dr. Verena Maleska (TU Dresden)
  • Analyse hochwasserinduzierter Gebäudeschäden und die Wirkung von baulicher Vorsorge, Dr. Reinhard Schinke (IÖR)
  • Förderung kommunaler HW- und Starkregenvorsorge in Sachsen-Anhalt, Anne-Barbara Furness (LAU)
  • Förderangebote für Klimaschutz und Klimaanpassung in Sachsen, Dominic Rumpf (LfULG)
  • Förderung Hosschwasserschutz und Starkregenvorsorge in Thüringen, Simone Ring (Thüringer Aufbaubank)

 

Workshop Stadt-Land-Klima – Landwirtschaft und Kommunen

Wann: Donnerstag, 13. Oktober 2022
Wo: Onlineworkshop
Vortragsprogramm:

  • Klimawandel und Wasserhaushalt im Untersuchungsgebiet der Weißen Elster, Corina Hauffe (TU Dresden, Professur für Hydrologie)
  • Aktuelle Herausforderungen und Möglichkeiten der Anpassung, Dr. Barbara Köstner (TU Dresden, Professur für Meteorologie)
  • Bewässerung als Teil einer Lösung der Probleme des Klimawandels für den Weinbau in Saale-Unstrut, Hans Albrecht Zieger (Winzervereinigung Freyburg-Unstrut eG)
  • Agri-Photovoltaik: Chance für Landwirtschaft, Energie, Klima- und Naturschutz, Prof. Kerstin Wydra (FH Erfurt)
  • Klimawandelanpassung und Regionale Wertschöpfungsketten, Dr. Lulu Zhang (UNU Flores)
  • Welche Chancen bieten Agroforstsysteme?, Wolfram Kudlich (Wald21 GmbH)

 

Fachtagung Hochwasser - Ausstellung Hochwasserschutz, Eigenvorsorge und Katastrophenschutz

Wann: 08./09.09.2022
Wo: Messe Dresden
Was: IÖR Messestand informiert über Ergebnisse aus Forschungsprojekten und Aktivitäten zum Thema Hochwasser und Starkregen. Insbesondere wird das Webtool FLOOD.Bi zur privaten Eigenvorsorge vorgestellt, deren methodische Ansätze auch in KlimaKonform eingesetzt und weiterentwickelt werden. 

 

Workshop Kommunale Wasserbewirtschaftung – mal zu viel, mal zu wenig Wasser

Termin: 08.09.2022
Ort: Natur und Umweltzentrum Vogtland e.V. (https://www.nuz-vogtland.de/)
Vortragsprogramm:

  • Wasserhaushalt und Starkniederschläge im Vogtlandkreis, Dr. Tobias Pohl (Umweltamt Vogtlandkreis)
  • Bewertung der Leistungsfähigkeit von Entwässerungssystemen, Björn Helm (TU Dresden, Professur für Siedlungswasserwirtschaft)
  • Grundwasser im Burgenlandkreis – aus der Vergangenheit in die Zukunft blicken?, Dr. Moritz Gosses (TU Dresden, Professur für Hydrologie)
  • Grundwassermanagement im Burgenlandkreis, Dr. Andreas Schroeter (IHU Nordhausen)
  • Vogtländische Talsperren im Klimastress, Johannes Feldbauer (TU Dresden, Institut für Hydrobiologie)
  • Wasserwirtschaftliche „Kleinspeicher“ in Thüringen, Bewertung der Anlagen – Schwerpunkt agrarstrukturelles Potenzial, Manfred Fink (Thüringer Fernwasserversorgung)

Workshop "Stadtgrün im Wandel"

Termin: 26.04.2022
Ort: Onlineworkshop
Vortragsprogramm:

  • Projekte zur kommunalen Klimaanpassung, Prof. Christian Bernhofer (TU Dresden, Professur für Meteorologie)
  • Klimatische Veränderungen und Auswirkungen, Tobias Neumann (Kompetenzzentrum Klima des Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz)
  • Wirkung von Stadtgrün auf das Stadtklima – Aktuelle Untersuchungen, Nils Wollschläger (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig)
  • Zwickau: Der Weg zu einer Stadtbaumliste & Regenwassernutzung für Bewässerungszwecke, Sören Gau (Seecon Ingenieure, Leipzig)
  • Regenwassernutzung für Bewässerungszwecke, Björn Helm (TU Dresden, Professur für Siedlungswasserwirtschaft)
  • Probleme und Lösungsansätze bei der Umsetzung von Stadtgrün-Maßnahmen, Jens Düring (Stadtverwaltung Erfurt)
  • Förderangebote der Länder:
    • Freistaat Thüringen, Simone Ring (Thüringer Aufbaubank)
    • Freistaat Sachsen, Daniela Bärtling (Landesamt für Umwelt Landwirtschaft und Geologie)
    • Sachsen-Anhalt, Carina Bärecke (Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt

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